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Allgemeine Informationen
Um einen schnellen Einstieg zu haben, habe ich auf dieser Seite die wichtigsten Fakten zu Land, Bevölkerung und Klima zusammengestellt.
Finnland in Kürze
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Finnland liegt im hohen Norden Europas und wird oft zu Skandinavien gezählt, obwohl es nur zu einem kleinen Teil auf der skandinavischen Halbinsel liegt. Finnland wird als das gewässerreichste Land der Erde bezeichnet. Es gibt ca. 187.888 Seen und Hunderte von Flüssen mit 179.584 Inseln.
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Fakten, Fakten, Fakten...
- Hauptstadt: Helsinki
- Bevölkerung: 5,14 Mio.
- Saunas: 1,6 Mio.
- Fläche: 338.145 qkm
- 10% der Fläche ist von
Wasser, 69% von Wald bedeckt
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Finnland ist etwas kleiner als Deutschland, hat aber nur um die 5,1 Mio. Einwohner (ca. 6% der deutschen Einwohnerzahl) - das sind rund 17 Einwohner pro qkm (in Deutschland ca. 228 Einwohner pro qkm). Die Gebiete nördlich des 61. Breitengrades umfassen zwar zwei Drittel Finnlands Gesamtfläche, beherbergen aber nur ein Fünftel der Bevölkerung, so dass dort nur etwa fünf Menschen auf einem Quadratkilometer wohnen. Die Tatsache, dass der größte Teil der Bevölkerung in den südlichen Landesteilen lebt, ist in erster Linie klimatisch bedingt.
Bevölkerung
Die Finnen gelten als ein ruhiges, zurückhaltendes und ehrliches Volk, das sich durch sein Können auf den Gebieten Technologie, Mobilfunk, Möbel- und Schiffbau einen Namen gemacht hat. Es ist auch eine sehr sportliche Nation, die Rennfahrer und Skiathleten hervorgebracht hat. Ein bekannter finnischer Künstler ist der Komponist Jean Sibelius (1865-1957).
93,5% der Einwohner von "Suomi" sind Finnen. Rund 17.000 Menschen sind Samen, welche meist in Lappland leben. Ethnologen nehmen an, dass die Samen sich aus einem finnougrischen Stamm entwickelt haben, der schon vor den eigentlichen Finnen ins Land eingewandert war und später nach Norden abgedrängt wurde. Untersuchungen haben ergeben, dass Samisch und Finnisch eine deutliche Verwandtschaft aufweisen. Eine weitere Randgruppe stellen die vorwiegend in Südfinnland lebenden Roma (etwa 5500 Menschen) dar.
Klima
Das Klima Finnlands wird durch seine Lage zwischen Mitteleuropa im Süden, den polaren Breiten im Norden sowie durch den im Westen angrenzenden Nordatlantik und die Weiten des eurasiatischen Kontinents im Osten bestimmt. Südfinnland beginnt auf in einer nördlichen Breite, in der auf der nordamerikanischen Gegenküste des eisige Labrador liegt. Finnlands Gebiet weist stark kontinentale Züge auf, die sich aus der Abschirmung gegen den Nordatlantik und die Öffnung für kontinentale Luftmassen aus dem Osten ergeben. Die durchschnittliche Temperatur schwankt im Jahresverlauf zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Anhand der
Klimakarte
kann man erkennen, dass das Klima nach Norden hin, nach Lappland, kontinentaler wird. Inari - das Kontinentalitätszentrum Skandinaviens - weist eine jährliche Temperaturschwankung von 26,7 Grad Celsius und eine Niederschlagsmenge von 405 mm pro Jahr auf. Die Vegetationsperiode (Tage mit durchschnittlichen Temperaturen von über 5 Grad Celsius), die im Süden noch 175 Tage beträgt, geht hier auf 120 zurück; damit sind die nördlichen Grenzen des Getreideanbaus überschritten.
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Die Ostsee trägt kaum zur Milderung des kontinentalen Klimas bei. Zwar ist sie im Sommer kälter als das sich rasch erwärmende Land und wirkt dann wie die vielen finnischen Seen kühlend auf die Umgebung, aber im Winter friert sie regelmäßig zu, im Norden der Bottnische Meerbusen bis zu sechs Monate, und verhält sich damit klimatisch nicht anders als die geschlossene Schneedecke auf dem Land - nämlich frostverschärfend. Die Schneedecke bleibt im Süden etwa
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20 Tage, im hohen Norden bis zu 250 Tage im Jahr liegen.
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Eine zum Klima Finnlands zählende Besonderheit sind die Beleuchtungszeiten, die sich aus der Lage in hohen geographischen Breiten ergeben. An keiner anderen Stelle der Erde hat der Mensch seinen Lebensraum so weit polwärts vorgeschoben. Besonders zu nennen sind hier die Mitternachtssonne (nördlich des Polarkreises geht die Sonne am 21. Juni nicht unter) und die Polarnacht. Die Polarnacht dauert 178 Tage; wird die Dämmerung mit einbezogen, verkürzt sich die Länge der Polarnacht am Pol selbst auf (nur) 86 Tage. Bei 70 Grad nördlicher Breite geht die Morgendämmerung zwischen dem 22. November und dem 20. Januar unmittelbar in die Abenddämmerung über; statt des Tages gibt es nur es dann nur eine über zweistündige Dämmerung (Anm.: bei 66,3 Grad nördlicher Breite verläuft der Polarkreis).
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