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Salo und die ersten Ausflüge

Schären-Gebiet vor Turku und Helsinki


Am ersten September-Wochenende haben wir einen Ausflug in das Schären-Gebiet vor Turku unternommen (Schären = kleine und kleinste Inselchen). Wir nahmen die Ferien-Linienfähre von Turku nach Vepsä, einer süßen kleinen Insel, auf der es ausser einer Handvoll Ferienhäuschen und einem Kiosk nur Natur gab. Nach einer ausführlichen Erkundigung der Insel (die natürlich nicht wirklich viel Zeit in Anspruch genommen hat ;-) ) haben wir uns ein sonniges Fleckchen gesucht und die Beine baumeln lassen. Das war schliesslich unser letzter richtig freier Tag - ab dem folgenden Montag mussten wir ja dann richtig ranklotzen, vorbei war das beschauliche Leben. Ein paar von uns haben dann noch die Fähre zur nächsten Insel genommen - so hatten wir quasi eine Schären-Rundfahrt für den kleineren Geldbeutel ("klein" wäre vielleicht ein wenig übertrieben...).

 

Die Sonnenuntergänge in Finnland sind doch die schönsten überhaupt...

Am vergangenen Wochenende wollte ich es mir trotz Erkältung nicht nehmen lassen, einen Ausflug in die etwa 120 km entfernte Hauptstadt zu unternehmen - zum Glück! Ich hätte es sonst bitterlich bereut! Helsinki ist eine klasse Stadt. Die Atmosphäre, die mich in der Fußgängerzone empfangen hat, war einfach überwältigend - überall fröhliche Menschen, Lachen, Straßenmusik an jeder Ecke: Summer Feeling pur.

Helsinki selbst ist eher klein, viele Menschen zieht es hinaus in die Vorstädte Espoo und Vantaan. Ich hatte den Tip bekommen, als erstes eine Fahrt mit der Tram 3T zu machen. Das ist eine Straßenbahnlinie, die auf ihrer Tour die meisten Sehenswürdigkeiten Helsinkis passiert. Am Bahnhof gibt es sogar eine kostenlose Broschüre, die die Erläuterungen dazu bereithält. Die Tour dauert etwa 50 Minuten und führt wieder an den Ausgangspunkt zurück - unbedingt empfehlenswert!

Anschliessend spazierte ich durch die Innenstadt - die belebte Einkaufstraße entlang, über den Senatsplatz mit dem weißen Dom, über den Marktplatz, vorbei am angrenzenden Hafen und in den Observations-Park, wo ich dann auch erstmal mein Proviant verspeiste. Dann schlenderte ich zum Brunnenpark. Mitten in diesem Park gibt es einen Felsen oder auch Hügel, von dem man einen guten Blick über den Yachthafen der Stadt hat. Dort machte ich es mir gemütlich und genoss den Sonnenuntergang. Übrigens nicht allein - dieser Felsen scheint auch bei den Finnen ein begehrter Platz zu sein, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

 

Im Licht der untergehenden Sonne schlenderte ich dann am Yachthafen entlang, durch das Villenviertel und fand mich dann in einem Gewirr kleiner Straßen und Gäßchen mit Kopfsteinpflaster wieder. Hier gab es viele kleine Boutiquen, Cafés und Kneipen. In meinem Reiseführer stand für diese Gegend etwas von "Designerviertel"... Dann wurde es auch wieder langsam Zeit für mich, den Bahnhof anzusteuern - in der Einkaufspassage waren die Straßenmusiker immer noch "bei der Arbeit". Diese Stadt hört nicht auf zu leben, nur weil es dunkel geworden ist - im Gegensatz zu einigen anderen (deutschen wie finnischen) Städten...;-)