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Meine Lappland-Tour

Rovaniemi und der Inarisee - Mikkeli zum Abschluss


Am Freitag abend, den 17. Oktober, ging es über Tampere nach Rovaniemi, die "Hauptstadt" Lapplands. Ich nahm den Nachtzug. Leider mussten wir wegen Schienersatzverkehrs in Oulu gegen 5 Uhr früh den Zug verlassen, die restliche Strecke fuhr ein Bus. Etwa übernächtigt aber sonst gut gelaunt kam ich dann Samstag morgen in Rovaniemi an. Die Stadt befindet sich ganze 7 km südlich des Polarkreises. Über Nacht hatte es etwas geschneit - der erste Schnee dieses Jahres!

Am allerbesten jedoch war der fast dreistündige Sonnenaufgang, den ich während meines Kurzaufenthaltes in Rovaniemi bewundern durfte. Leider konnte ich das Farbenspiel am Himmel nicht so naturgetreu auf meinen Fotos festhalten - aber eine Vorstellung bekommt man schon... =)

 

Ein paar Stunden später ging es dann mit dem Linienbus weitere 386 km "straight" Richtung Norden - nach Kaamanen am Inarisee. Einige Zeit später, nachdem wir Rovaniemi verlassen hatten, fing es wieder an zu schneien - bis ein ausgewachsener Schneesturm daraus wurde... Wir erreichten einige Stunden später Ivalo, das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde Inari, wo auch der Flughafen ist. Es hatte inzwischen aufgehört zu schneien. Als wir längs des Inarisees fuhren, lag überhaupt kein Schnee mehr am Wegrand. Später erfuhr ich, dass das am Einfluß des Golfstroms (von Norden her) lag.

Das Hostel in Kaamanen lag nur 50 Meter entfernt von der Bushaltestelle. Ein gemütliches Zimmer, saubere Sanitär- und Küchenanlagen und eine super freundliche Hostel-Führerin - ich war mehr als glücklich über meine Wahl!! Leider sind zu dieser Jahreszeit nur selten Rentiere zu sehen, im Gegensatz zu südlicheren Gegenden: Während der Busfahrt hatten mehrmals ein paar Rentiere (mitten auf der Straße) gestanden. Aber ich hatte Glück: Ich durfte eine Rentierfarm in der Nähe besuchen.

 

Am nächsten Morgen (Sonntag) machte ich mich auf zur familiären Rentierzucht. Ich darf vorstellen: Pipsi, 6 Monate alt, temperamentvoll - wie Rentiere halt so sind. Von den Haltern konnte ich noch eine ganze Menge über die Rentierhaltung erfahren: wie sie den Sommer frei herumlaufen und das Einfangen im Spätherbst vonstatten geht.

Den Nachmittag verbrachte ich dann in Inari und mit Spazieren am Inarisee. Letzteres gestaltete sich ein wenig schwierig, da das Seeufer meist unwegsam steinig oder sehr feucht ist. Die wenigen zugänglichen Stellen befinden sich in Privatbesitz von finnischen Häus'le-Besitzern und sind damit - eigentlich - verboten.

Ansonsten ist die Gegend - vor allem auch die Hinterlandschaft - wegen ihrer Wildheit sehr interessant. Allerdings gibt es dort nicht viel - auf den Karten der Ortschaften sind alle Häuser als kleine Vierecke direkt eingetragen... =)

 

Am Sonntag abend hatte ich auch das sagenhafte Glück, ein paar Polarlichter zu sehen. Ich hatte mir vorhin nie richtig etwas darunter vorstellen können. Vor allem war ich davon überrascht, dass sich die Lichter bewegen. Ganz langsam, aber man kann es erkennen. Wie die grünen Lichter über den schwarzen Nachthimmel (da es ja nichts gibt) ziehen, ist schon beeindruckend.

Montag früh ging es dann recht zeitig wieder zurück nach Rovaniemi. Ich machte einen Ausflug zum Santa Claus Village, dass nicht weit von der Stadt entfernt, direkt auf dem Polarkreis, liegt. Dort befindet sich auch das Postamt des Weihnachtsmannes und natürlich er selbst auch. Leider gibt es außer dem erwähnten Postamt nur zahlreiche Souvenir-Shops in den verschiedenen Preisklassen und das Büro des Weihnachtsmannes. Dort kann man sich für "nur" 17 Euro zusammen mit dem Mann mit dem weißen Bart fotografieren lassen. Sonst gibt es dort nichts - ein eigentliches "Dorf" ist nicht vorhanden...

Mit den Nachtzug fuhr ich dann wieder Richtung Süden. Den Dienstag verbrachte ich in Mikkeli - eine Stadt im finnischen Seengebiet - der letzte Zwischenstopp. Mikkeli selbst war leider nicht so interessant, wie ich es mir erhofft hatte, viele Sehenswürdigkeiten waren bereits geschlossen oder werden gerade restauriert. So wanderte ich ein wenig in der Stadt und außerhalb herum und sah mir die wenigen (verfügbaren) Sehenswürdigkeiten an, u.a. eine 8 m tiefe Gletschermühle aus der letzten Eiszeit, die viertgrößte in Finnland. Spätnachmittags ging es dann wieder "heimwärts" nach Salo.