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Ausflug nach St. Petersburg
Austauschstudenten "auf Abwegen"
Wir waren 27 Leute, alles Austauschstudenten, die meisten natürlich aus Deutschland. Die Tour hatte richtig Klassenfahrt-Charakter - nur dass die Klassenlehrerin fehlte =). Wir haben mehrmals Aufsehen und Verwunderung geerntet, dass so ein Trupp "wilder Studenten" alleine unterwegs ist. Deshalb haben wir wohl auch einen größeren Bus bekommen, als eigentlich vorgesehen - so konnte der Fahrer ungestört unten sitzen, die Fahrgäste saßen alle oben. O.k., wenn man vom finnischen Party-Verhalten ausgeht, war das auch eine sinnvolle Maßnahme... =)
Den Freitag starteten wir zunächst mit einer Stadtrundfahrt, den Nachmittag verbrachten wir im Hermitage, das berühmte Kunstmuseum im Winterpalast. Unglaublich - die Ausstellungen wie auch das Gebäude !! Irgendwer meinte zu mir, dass es etwa 500 Ausstellungsräume gibt - ungelogen: ich denke, ich habe die Hälfte davon gesehen... Der Besuch ist nur zu empfehlen - v.a. weil für Studenten der Eintritt frei ist (sonst etwa 9 Euro) !! Den späten Nachmittag und Abend schlenderte ich mit ein paar anderen den Nevskie Prospekt entlang Richtung Hotel. Sehr angenehm: die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet.
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Dieser Freitag, der 7.11., war ein halb-offizieller Feiertag: Am 7.11.1917 hatten die Rebellen den Winterpalast gestürmt, den Zar + Gefolgschaft gefangengesetzt und die sozialistische Republik ausgerufen. Gefährliches Datum - schliesslich gibt es noch mehr als genug Anhänger der "alten Ordnung". Die Demonstranten mussten sich natürlich auch gerade dann auf dem Platz vor dem Winterpalast treffen, als wir dort in das Museum gehen wollten...
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Samstag morgen besuchten wir zunächst die "Auferstehungs-Kirche", die schon von aussen so bemerkenswert aussieht mit ihren Zwiebeltürmchen. Der Innenraum ist erst vor kurzem nach der Restaurierung wieder für Besucher freigegeben worden (1996). Das Innere der Kirche zieren riesige Mosaik-Abbildungen, mit Gold ausgelegt, die Wände und die Decke der Kuppeln sind komplett ausgestaltet worden. Ein Wahnsinns-Anblick !! Sehr viele russische Künstler haben damals mehr als 12 Jahre daran gearbeitet...
Der Rest des Tages: Shoppen und Essen - Party. Nachdem ich ein Pfannkuchen-Haus gefunden hatte, konnte man mich sowieso nicht mehr von dort "wegbekommen" - zumindest nur unter erschwerten Bedingungen. Aber ich habe auch mutig an einem Straßenstand "Piroggen" - gefüllte Teigtaschen - mit Kartoffeln probiert - Lecker !! Wie gesagt: ich habe Russland gut überlebt und empfehle die Stadt wärmstens weiter !!
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