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Das finnische Schulsystem


Erst kürzlich ist das finnische Schulsystem ins deutsche Bewußtsein gerückt - finnische Schüler stehen mit an der Spitze der PISA-Studie. Mehrere deutsche Bildungspolitiker und Fachleute sind bereits nach Finnland gereist - man spricht sogar schon vom PISA-Tourismus - um zu überprüfen, ob und in welchem Umfang Elemente des finnischen Bildungssystem übernommen werden können. Ich habe daher eine kurze Einführung in das finnische Schulsystem zu meinen Informationsseiten hinzugefügt.

Ähnlich wie in Deutschland besteht in Finnland eine Schulpflicht (hier: bis zum 16. Lebensjahr). Die Schulzeit wird mit sieben Jahren begonnen, zuvor kann eine Vorschule für ein Jahr besucht werden. Alle Schüler besuchen eine Art Gesamtschule (bildet die Unterstufe im System). Mit Absolvieren der Gesamtschule ist die Schulpflicht erfüllt. Die Schüler können dann entweder direkt ins Arbeitsleben einsteigen oder aber die Mittelstufe besuchen. Hier haben sie die Wahl zwischen einer Allgemeinen Schule (vergleichbar mit dem deutschen Abitur) und einer Art Berufsschule (mehr Unterricht, weniger Praxis als bei einer Lehre in Deutschland). Anschliessend können die finnischen Schüler an den Hochschulen studieren: Universitäten und Polytechnics. Die Polytechnics gibt es erst seit den 90er Jahren, sie sind dem deutschen System der Fachhochschulen nachempfunden, d.h. das Lehrangebot ist eher an der Praxis orientiert als an den Universitäten. Im Hochschulbereich gibt es wenig Unterschiede zu Deutschland, jedoch sind im Durchschnitt die Studienzeiten kürzer als in Deutschland (Beispiel: Studium an der Polytechnic: 3,5 Jahre - deutsche Fachhochschule 4 Jahre).

 

Übersicht über das finnische Schulsystem. Um eine vergrößerte Ansicht anzuzeigen, einfach mit der Maus auf die Abbildung klicken.

Weitere Informationen gibt es bei http://www.bildungsserver.de.

Ziel der finnischen Grundbildung (Unterstufe) ist vor allem die Entwicklung der Schüler zu menschlich und ethisch verantwortlichen Mitgliedern der Gesellschaft zu gewährleisten. Darüber hinaus soll sichergestellt werden, dass sie mit dem notwendigen Wissen und Fähigkeiten für ihr späteres Leben ausgestattet werden. Wichtig ist auch die Sicherstellung der Bildungsqualität im ganzen Land, d.h. es treten keine (örtlich bedingten) Abweichungen in der Ausbildung auf.